Das Geheimnis für herrlich saftiges Rindfleisch in Tomatensauce liegt in der richtigen Fleischwahl, einer kräftigen Bräunung und langem, sanftem Schmoren mit Tomaten und Gewürzen. So entsteht zartes Fleisch mit feinen Fasern in einer tief roten, samtigen Sauce, die von einer dezenten Säure und vollem Fleischgeschmack lebt. Dazu passen Kartoffelpüree, Pasta, Reis oder Polenta — ein klassisches Schmorgericht für jeden Tag, das immer überzeugt.
Zutaten
- Rindfleisch (Schulter) — 800 g
- Zwiebeln — 2 Stk.
- Möhre — 1 Stk.
- Knoblauch — 3 Zehen
- Tomatenmark — 2 EL
- Tomaten aus der Dose, gehackt — 400 g
- Rinderbrühe oder Wasser — 250 ml
- Mehl — 1 EL (zum Wenden)
- Pflanzenöl — 2 EL
- Butter — 20 g (nach Belieben)
- Zucker — 1 TL (zum Ausgleich der Säure)
- Edelsüßes Paprikapulver — 1 TL
- Getrockneter Oregano — 1 TL
- Lorbeerblatt — 2 Stk.
- Salz und schwarzer Pfeffer — nach Geschmack
- Frische Petersilie — zum Servieren
Schritt-für-Schritt-Rezept
- Das Fleisch vorbereiten: Rindfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen, in etwa 3 cm große Würfel schneiden, salzen und pfeffern. Die Stücke leicht in Mehl wenden und überschüssiges Mehl abklopfen.
- Eine Pfanne oder einen schweren Topf mit 1 EL Öl auf hoher Stufe erhitzen und das Rindfleisch portionsweise rundum kräftig anbraten, bis es schön gebräunt ist. Auf einen Teller geben.
- Die Hitze auf mittel reduzieren, das restliche Öl hinzufügen. Fein gehackte Zwiebeln und geriebene Möhre 5–7 Minuten weich dünsten. Dann den fein gehackten Knoblauch und das Tomatenmark zugeben und 1 Minute mitrösten, bis es duftet.
- Gehackte Tomaten, Brühe, Zucker, Paprikapulver, Oregano und Lorbeerblatt hinzufügen. Alles leicht aufkochen, dann das angebratene Fleisch samt Bratensaft wieder zugeben.
- Die Hitze auf kleinste Stufe stellen, den Topf abdecken und das Fleisch 80–100 Minuten sanft schmoren lassen, bis es zart ist. Dabei gelegentlich umrühren. Bei Bedarf schluckweise Wasser oder Brühe nachgießen.
- Zum Schluss die Butter einrühren, damit die Sauce besonders geschmeidig wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen.
- Heiß servieren und mit gehackter Petersilie bestreuen. Dazu passen Kartoffelpüree, Reis, Pasta oder Polenta.
Nährwerte
| Kalorien | 610 kcal |
| Eiweiß | 48 g |
| Fett | 35 g |
| Kohlenhydrate | 16 g |
| Ballaststoffe | 3 g |
| Zucker | 8 g |
| Natrium | 780 mg |
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Tipps und Variationen
- Besonders geeignet zum Schmoren sind Schulter, Flanke, Brust oder Rinderwange — Stücke mit viel Bindegewebe und Kollagen, die beim langen Garen wunderbar mürbe werden.
- Die Säure der Tomaten lässt sich mit einer Prise Zucker oder 1–2 TL Balsamico am Ende ausbalancieren.
- Für eine dickere Sauce die letzten 15 Minuten ohne Deckel schmoren oder 1 TL Speisestärke in 2 EL kaltem Wasser anrühren und einrühren.
- Nach Geschmack ergänzen: Oliven, Kapern, Chili, Thymian, Rosmarin, geräuchertes Paprikapulver.
- Zubereitung im Ofen: Zugedeckt bei 160 °C 2–2,5 Stunden schmoren, bis das Fleisch weich ist.
Häufige Fragen
Warum wird das Rindfleisch zäh?
Meist wurde es nicht lange genug geschmort oder zu heiß gegart. Bei sanftem Köcheln schmoren, bis das Fleisch leicht mit der Gabel einstechbar ist.
Kann man die Tomaten ersetzen?
Ja, verwenden Sie 300 ml Passata oder 150 ml Tomatensaft plus 1 EL Tomatenmark. Die Konsistenz bei Bedarf mit Brühe anpassen.
Ist ein Multikocher geeignet?
Ja, sehr gut: Erst im Programm „Anbraten“ rösten, dann 2–2,5 Stunden auf „Schmoren“ garen, bis das Fleisch zart ist.
Welchen Wein sollte man für den Geschmack zugeben?
Einen trockenen Rotwein wie Cabernet oder Merlot — 100–150 ml. Nach dem Anbraten des Gemüses zugeben, 2–3 Minuten einkochen lassen und erst dann Tomaten und Brühe hinzufügen.