Pekingkohl-Rouladen werden besonders zart und saftig: Die feinen Blätter werden beim kurzen Blanchieren weich, während die Füllung aus Hackfleisch und Reis die aromatische cremig-tomatige Soße wunderbar aufsaugt. Ein sättigendes Hausmannskost-Gericht für das Familienessen, das auch Kochanfängern mühelos gelingt.
Zutaten
- Pekingkohl — 1 Kopf (ca. 1–1,2 kg)
- Hackfleisch Schwein+Rind — 600 g
- Rundkornreis — 120 g
- Zwiebel — 1 Stk. (120 g)
- Möhre — 1 Stk. (120 g)
- Knoblauch — 2 Zehen
- Tomatenmark — 2 EL
- Sauerrahm 20% — 150 g
- Brühe oder Wasser — 400 ml
- Pflanzenöl — 2 EL
- Salz — 1 TL (oder nach Geschmack)
- Schwarzer Pfeffer, gemahlen — 1/2 TL
- Süßes Paprikapulver — 1 TL
- Lorbeerblatt — 2 Stk.
- Dill oder Petersilie, frisch — 20 g
Schritt-für-Schritt-Rezept
- Pekingkohl vorbereiten: den Strunk herausschneiden und vorsichtig 12–14 große Blätter lösen. Die kleineren Blätter können später als Unterlage in den Topf gelegt werden.
- Die Blätter 2–3 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren, bis sie geschmeidig sind. Anschließend in kaltem Wasser abschrecken, gut abtropfen lassen und die dickeren Blattadern am unteren Ende flach schneiden.
- Den Reis gründlich waschen und 7–8 Minuten bissfest vorgaren. In ein Sieb abgießen und abkühlen lassen.
- Zwiebel und Möhre fein würfeln und in 1 EL Öl 4–5 Minuten weich dünsten.
- Hackfleisch mit Reis, dem angebratenen Gemüse, fein gehacktem Knoblauch, der Hälfte der Kräuter, Salz, Pfeffer und Paprikapulver vermengen. Alles sorgfältig verkneten.
- Auf jedes Blatt 2–3 EL Füllung geben, die Seiten einschlagen und zu straffen Rouladen aufrollen.
- Optional: Die Rouladen im restlichen Öl pro Seite 1–2 Minuten anbraten, damit sie eine feine Bräunung und ein volleres Aroma bekommen.
- Tomatenmark, Sauerrahm und Brühe glatt verrühren. Nach Belieben leicht salzen und das Lorbeerblatt hinzufügen.
- Den Topfboden oder eine tiefe Pfanne mit den übrigen Kohlblättern auslegen, die Rouladen mit der Naht nach unten einschichten und mit der Soße übergießen, sodass sie zu etwa 2/3 bedeckt sind.
- Mit Deckel bei schwacher Hitze 35–40 Minuten sanft schmoren lassen. Danach 10 Minuten ziehen lassen, mit den restlichen Kräutern bestreuen und servieren.
Servieren und Aufbewahren
Am besten servieren Sie die Rouladen heiß, mit etwas Sauerrahm, frischen Kräutern und einer Scheibe kräftigem Roggenbrot. Reste halten sich im Kühlschrank bis zu 48 Stunden; zum Aufwärmen bei niedriger Hitze in der Soße oder abgedeckt in der Mikrowelle erhitzen. Zum Einfrieren vollständig abkühlen lassen, portionsweise mit Soße in Behälter füllen und bis zu 2 Monate lagern.
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Tipps und Variationen
- Ohne Anbraten: Wer es leichter mag, kann die Rouladen direkt in der Soße schmoren.
- Aus dem Ofen: Rouladen in eine Form setzen, mit Soße übergießen, mit Folie abdecken und bei 180°C 45–50 Minuten backen.
- Fleisch nach Wahl: Auch mit Puten- oder Hähackfleisch wird das Gericht besonders zart und etwas leichter.
- Reis ersetzen: Statt Reis passen auch Quinoa (100 g) oder Bulgur (120 g); die Schmortzeit bleibt gleich.
- Mehr Schärfe: Eine Prise Chiliflocken oder 1 TL Ajvar in der Soße sorgt für eine feine pikante Note.
- Cremigere Soße: Den Sauerrahm auf 200 g erhöhen oder 1 EL Mehl mit 50 ml kalter Brühe glatt rühren und einarbeiten.
Nährwerte
| Nährwert | Pro Portion |
|---|---|
| Kalorien | 360 kcal |
| Eiweiß | 20 g |
| Fett | 22 g |
| Kohlenhydrate | 19 g |
| Ballaststoffe | 3 g |
| Zucker | 5 g |
| Natrium | 780 mg |
Häufige Fragen
- Muss der Reis vollständig gekocht werden?
Nein, es reicht, ihn bissfest vorzukochen (7–8 Minuten). So gart er in der Füllung nach und wird nicht matschig. - Wodurch kann man den Sauerrahm in der Soße ersetzen?
Mit Naturjoghurt mit 5–10% Fett oder mit Kochsahne 10–20%. Für eine vegane Variante eignen sich Kokos-Cuisine oder Kokoscreme. - Kann man die Blätter ohne Blanchieren verwenden?
Bei Pekingkohl empfiehlt sich das kurze Blanchieren für 2–3 Minuten, damit die Blätter elastisch werden und beim Rollen nicht reißen. - Wie bereitet man die Rouladen im Ofen zu?
Rouladen in eine Form setzen, mit Soße übergießen, mit Folie abdecken und bei 180°C 45–50 Minuten backen. Am Ende kann die Folie entfernt werden, damit sie leicht Farbe bekommen.