Zarte Fleischstücke, langsam im Tontopf mit Kartoffeln und Gemüse geschmort, nehmen das Aroma von Gewürzen auf und werden wunderbar saftig und weich. Das ist ein behagliches Abendessen ohne viel Aufwand: Zutaten vorbereiten, in den Ofen schieben — und nach ein paar Stunden duftet die ganze Küche herrlich nach Hausmannskost.
Zutaten
- Rindfleisch (Schulter oder Brust) — 700 g
- Kartoffeln — 800 g
- Möhren — 200 g
- Zwiebeln — 150 g
- Paprika — 150 g
- Knoblauch — 3 Zehen
- Tomatenmark — 2 EL
- Brühe (Rind- oder Gemüsebrühe) — 300 ml
- Pflanzenöl — 2 EL
- Süßes Paprikapulver — 1 TL
- Getrockneter Thymian — 0,5 TL
- Lorbeerblätter — 2 Stk.
- Salz — 1 TL oder nach Geschmack
- Schwarzer Pfeffer, gemahlen — 0,5 TL
- Kräuter (Petersilie, Dill) zum Servieren — 10 g
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Tontöpfe mit heißem Wasser ausspülen, damit sie durch den Temperaturunterschied nicht springen.
- Das Fleisch in 2–3 cm große Würfel schneiden, mit Küchenpapier trocken tupfen. Mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen.
- In einer Pfanne das Öl bei starker Hitze erhitzen und das Fleisch portionsweise rundum kräftig anbraten, jeweils 6–8 Minuten. Auf einen Teller geben.
- Zwiebeln in Halbringe schneiden, Möhren in Scheiben, Kartoffeln in grobe Würfel, Paprika in Streifen, Knoblauch fein hacken.
- In derselben Pfanne Zwiebeln und Möhren 3–4 Minuten anschwitzen, bis sie leicht weich sind. Tomatenmark und Paprikapulver zugeben und 1 Minute mitrösten, bis es duftet.
- Die Tontöpfe schichten: die Hälfte der Kartoffeln, etwas Fleisch, das angebratene Gemüse, Paprika und dann die restlichen Kartoffeln. Lorbeerblätter und Thymian hinzufügen.
- In jeden Topf Brühe gießen, sodass der Inhalt fast bedeckt ist; dabei 1–2 cm Rand zum Überkochen lassen.
- Mit Deckeln (oder Alufolie) abdecken, auf ein Blech stellen und 1,5–2 Stunden bei 170–180 °C schmoren, bis das Fleisch butterzart ist.
- 10 Minuten vor Ende der Garzeit die Deckel abnehmen, damit die Oberfläche leicht Farbe bekommt. Anschließend 10 Minuten ruhen lassen.
- Mit gehackten Kräutern bestreuen und direkt im Tontopf servieren.
Nährwerte
| Nährwert | Pro Portion |
|---|---|
| Kalorien | 520 kcal |
| Eiweiß | 36 g |
| Fett | 22 g |
| Kohlenhydrate | 44 g |
| Ballaststoffe | 6 g |
| Zucker | 8 g |
| Natrium | 900 mg |
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Tipps und Variationen
- Fleischwahl: Am besten eignen sich Rinderschulter, Brust oder Wade. Als Alternative passt Schweineschulter; die Schmorzeit kann etwas kürzer sein.
- Gemüsevarianten: Statt Paprika können auch Champignons, Stangensellerie oder Selleriewurzel verwendet werden; ein Teil der Kartoffeln lässt sich durch Pastinaken ersetzen.
- Gewürze: Zu Thymian passen Rosmarin, geräuchertes Paprikapulver und Kreuzkümmel. Gewürze sparsam einsetzen, damit der Fleischgeschmack im Vordergrund bleibt.
- Kräftigere Sauce: 10 Minuten vor Ende der Garzeit eine Mischung aus 1 TL Speisestärke und 2 EL kaltem Wasser einrühren und den Inhalt der Töpfe vorsichtig vermengen.
- Im Slow Cooker: Das Fleisch im Programm „Anbraten“ rösten, dann Gemüse und Brühe zugeben und 2 Stunden auf „Schmoren“ garen.
- Ohne Tomatenmark: Ersetzen Sie es durch 150 g gehackte Tomaten ohne Haut oder 50 ml Demi-Glace für einen volleren Fleischgeschmack.
- Aufbewahren und aufwärmen: Bis zu 3 Tage im Kühlschrank lagern; zum Aufwärmen abgedeckt bei 160 °C 20–25 Minuten erhitzen oder bei schwacher Hitze im Schmortopf mit 2–3 EL Wasser erwärmen.
Häufige Fragen
Kann man das Gericht auch ohne Tontöpfe zubereiten?
Ja, verwenden Sie einen schweren ofenfesten Topf oder einen Bräter mit Deckel. Zeit und Temperatur bleiben gleich; achten Sie nur auf den Flüssigkeitsstand.
Muss das Fleisch unbedingt angebraten werden?
Das Anbraten sorgt für eine schöne Kruste und einen intensiveren Geschmack durch die Maillard-Reaktion. Man kann es weglassen, das Ergebnis wird dann allerdings weniger aromatisch.
Womit kann man die Brühe ersetzen?
Mit heißem Wasser, einer Prise Salz und 1 TL Sojasauce oder Worcestersauce. Auch ein kräftiger Gemüsefond ist geeignet.
Kann man das Gericht ohne Kartoffeln machen?
Ja, ersetzen Sie sie durch Zucchini, Aubergine, Blumenkohl oder weiße Bohnen. In diesem Fall die Brühe um 50–80 ml reduzieren, damit das Gericht nicht zu flüssig wird.